Bildung in Salamanca

Salamanca ist eine Stadt in Spanien und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die sich in der autonomen Region Kastilien-León befindet. Die Stadt liegt im Westen Spaniens, am Rio Tormes, und ist etwa 220 km von der Hauptstadt Madrid entfernt. Die Stadt ist nicht weit von der Grenze zu Portugal entfernt. Salamanca hat eine Fläche von 29,8 km² und 154.462 Einwohner. Die Stadt existierte bereits unter der Herrschaft der Römer im Jahre 133 vor Christus.

Salamanca ist eine bedeutende Universitätsstadt. Das Maskottchen der Universität ist ein Frosch, der auf einem Totenschädel sitzt und die Fassade der Universität schmückt. Er soll die lebenslustigen Studenten ermahnen und die Ausschweifungen im Leben darstellen, die erst nach dem Tod gesühnt werden. In Salamanca an der Universität sind etwa 40.000 Studenten eingeschrieben. Es handelt sich nach der eher bedeutungslosen Universität Palencia um die zweitälteste Universität Spaniens. Im Jahre 1218 wurde die Universität von Salamanca gegründet. Bereits im 16. Jahrhundert wurden dort etwa 8.000 Studenten verzeichnet. Sie war schon damals eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen in Europa. Besondere Bekanntheit erlangte die Universität im Jahre 1492, als Christoph Kolumbus vor seiner Seereise nach Amerika den in der Universität versammelten Professoren und Kardinälen seine Pläne erläuterte, vom Westen in den Osten zu gelangen. Er legte seine Theorien zur Entfernung zwischen Europa und Asien sowie über den Erdumfang dar. Früher wurde an der Universität hauptsächlich Theologie gelehrt. Im Jahre 1540 wurden an der Universität von Dominikanerpater Francisco di Vitoria die Grundlagen des Völkerrechts niedergeschrieben.

An der Universität befindet sich ein Forschungsinstitut. Die Universität von Salamanca arbeitet mit der Universität Cambridge, der deutschen Hochschule Ansbach sowie der österreichischen Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt zusammen. Sprachen sind neben Rechts- und Naturwissenschaften ein wichtiger Sektor der Universität. Ein berühmter Student an der Universität war der spanische Politiker Adolfo Suarez, der von 1976 bis 1981 spanischer Ministerpräsident war.

Neben der staatlichen Universität befindet sich in Salamanca die Päpstliche Universität, an der heute Theologie und Kirchenrecht gelehrt werden. Sie besteht seit 1940 und verfügt über ca. 8.500 Studenten.

Da in Salamanca das beste Hochspanisch gesprochen wird, werden an der Universität und von verschiedenen privaten Anbietern viele Sprachkurse organisiert, die auch von Ausländern genutzt werden.

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